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Wer sich in der Gemeinde engagiert, merkt bald, dass er einen Bereich gefunden hat in dem er wachsen und lernen kann. Mittun macht Spaß, aber es hilft auch eigene Gaben und Fähigkeiten zu entdecken und zu trainieren. Wer trainiert, der braucht einen Trainer und auch Trainingshilfen.

Wir bieten an verschiedenen Stellen in unserem Verband Schulungen an. Hier kannst du dir einen Überblick verschaffen oder dich gleich anmelden.

MIT – der Mitarbeiter-Impulstag

Manchmal braucht es einen Impuls …

… um Neuanfänge zu wagen, Durststrecken durchzustehen oder ganz einfach die Dinge, die man tut, besser oder leichter machen zu können. Das ist in Gemeindearbeit nicht anders als in den anderen Bereichen des Lebens. Aber woher kommen diese Impulse? Manchmal ganz unverhofft einfach so, manchmal in Gesprächen und Begegnungen und manchmal auch da, wo man sie ganz bewusst sucht.

… und vielleicht suchst du Impulse für deine Mitarbeit und deine Gemeinschaft. Wir bieten dir einen ganzen Tag voller Anregungen für Gemeindearbeit: Impulse für Gemeindeleitung, für Gottesdienstgestaltung, für Verkündigung, für Methoden in Bibel- und Hauskreisen, für den Einsatz von Powerpoint und Medien, für Evangelisation und Glaubenskurse und vieles mehr.

Der nächste MIT

jeweils am letzten Samstag im März

Es gibt begnadete Maler,

die mit wenigen Strichen

eine ganze Landschaft

festhalten können.

Ich glaube,

in dieser Kunst ist auch die Heilige Schrift Meisterin.

Sie sagt nur ein paar Worte;

aber es will uns scheinen,

als hätte sie mit einem Schlage

uns alle und unsere Lage erfasst.
Johannes Busch

Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir.

Was für Schule und Berufsausbildung gilt, das gilt erst recht für die Mitarbeit in Gemeinde und Verkündigung. Wer wünscht sich nicht, Gottes Wort besser zu verstehen und Zusammenhänge zu begreifen? Vielleicht würde einem manches beim Vorbereiten von Bibelstunden und Hauskreisabenden leichter fallen, wenn man das, was die Bibel lehrt, noch besser begriffen hat und in den verschiedenen Situationen anwenden kann.
Die Kurzbibelschule möchte Mitarbeitern aus Gemeinden und Gemeinschaften Anleitung zum Verstehen biblischer Lehre, Hilfen zum praktischen Gemeindebau und zu alltagsrelevanter Verkündigung geben. Wir möchten Menschen befähigen, Gottes Wort verstehbar und alltagsnah zu erklären.

Referenten

Bibelkunde NT

In Bibelkunde Neues Testament wollen wir uns ein Grundlagenwissen über Entstehung, Aufbau und Inhalt der Bücher des NT erarbeiten. Dazu gehört ein Einblick über zeitgeschichtliche und historische Hintergründe zur Lebenswelt Jesu und der Jünger und der Versuch, den Gesamtzusammenhang biblischer Aussagen zu verstehen. Wir beginnen mit der „Biografie Jesus“, den vier Evangelien, und fragen:

  • Wie sind sie entstanden?
  • Warum gibt es eigentlich vier Schriften mit ähnlichem Inhalt und was unterscheidet sie?
  • Was bedeutet die Botschaft vom Reich Gottes in der Verkündigung Jesu?

Dozent: Tabea Steeger
Religionspädagogin in Leipzig

Predigtlehre

2021 als Seminartag KBS am 29.05. im Gemeinschaftshaus Chemnitz

Im Fach Predigtlehre (Homiletik) steht die Verkündigung des Wortes Gottes im Mittelpunkt. Dabei geht es um die zentrale Frage, wie man sich einen Bibeltext erarbeitet und dessen Inhalt so vermittelt, dass die frohe Botschaft klar und lebensnah verkündigt wird. Im Detail geht es dabei um die „handwerklichen“ Grundlagen des Predigens: die intensive Arbeit am Bibeltext; das Entwerfen einer guten Predigtstruktur (Stichwort „roter Faden“); das Kennen und Anwenden verschiedener methodischer Formen sowie das Einüben einer guten Rhetorik: verständlich, anschaulich und zuspitzend reden.
Es geht aber noch um mehr: Wir wollen auch auf die besondere Verheißung schauen, die auf der Verkündigung liegt (Röm 10,17).

Dozent: Markus Otto
Gemeinschaftspastor in Chemnitz

Bibelkunde Altes Testament

Das Alte Testament, manchmal schwer verständlich und doch an vielen Stellen poetisch schön. Wer die Verkündigung Jesu besser verstehen möchte, der muss im Alten Testament lesen und forschen, denn Jesus sagt, dass davon kein Komma vergehen wird.

Dazu beschäftigen wir uns mit der Frage nach dem, wie Bibel entstanden ist und was es bedeutet, wenn wir davon reden, dass sie von Gott inspiriert, also eingegeben ist.

Nach Oster öffnet Jesus seinen Jüngeren „das Gesetz und die Propheten“ und zeigt ihnen, dass sie von ihm reden – genau das wollen wir gemeinsam entdecken – wo ist von Jesus im Gesetz die Rede, dazu wollen wir die fünf Bücher Mose studieren und verstehen lernen.

Dozent: Reinhard Steeger,
Gemeinschaftspastor in Leipzig
und Vorsitzender des SGV

Dogmatik

In Dogmatik geht es um die Grundbegriffe unseres Glaubens. Wir fragen, was die Bibel lehrt, welche Zusammenhänge es gibt, um besser zu verstehen, was wir glauben.

Ein zentrales Thema unseres Glaubens ist der Begriff „Gnade“. Das Reden von der Gnade Gottes zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Bibel. Im neuen Testament wird dieser rote Faden zum alles bestimmenden Thema. In Jesus Christus wird die Gnade Gottes sichtbar und erlebbar. Philipp Melanchthon sagt: „Das heißt Christus erkennen, seine Gnadentaten erkennen.“ Warum erkennt nur der Jesus Christus richtig, der in IHM die Gnade Gottes entdeckt? Was bewirkt die Gnade in unserem Leben? Warum kann der an die Gnade Gottes glaubende Mensch viel besser mit seiner Unvollkommenheit und seinen Fehlern umgehen als der nicht Glaubende? Und das Wichtigste: Warum eigentlich ist Gott gnädig? Über diese und andere Fragen wollen wir gemeinsam nachdenken.

Dozent: Gerd Wendrock
Gemeinschaftspastor in Freiberg

Kirchengeschichte

Die Geschichte der Christen, ihr Werden und Geschick seit Christi Zeiten, steht im Mittelpunkt der Kirchengeschichte. In diesem Kurs geht es um das „finstere Mittelalter“. Doch war die Zeit nach den Kirchenvätern und vor der Moderne wahrlich finster? In dieser Zeit gab es eine Menge Auf- und Umbrüche, Veränderungen und Entdeckungen. Theologisch war es die Zeit der Scholastik, die Gott und die Welt zu verstehen suchte. Dabei wurden zum Teil ganz wunderliche Fragen gestellt, z.B.: Wieviel Engel passen auf eine Nadelspitze? Wieso war ausgerechnet das wichtig?  Ein anderes Thema dieser Zeit war die schwere Kunst der Trennung von Kirche und Staat. Wer darf wem reinreden und den Ton angeben? Und warum? Es sind zeitlose Themen, die auch heute nachwirken und uns ganz neu beschäftigen (sollten).

Dozent: Dr. Jörg Michel
Landesinspektor des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes

Ethik

Immer wieder beschäftigt uns die Frage, wie wir als Christen leben sollen. Antworten darauf finden wir in der Bibel: manchmal ganz konkret, manchmal als Prinzip. Im Fach Ethik beschäftigen wir uns mit der Umsetzung von Gottes Wort in unserem Denken, Reden und Handeln. Also, wie lassen sich die biblischen Aussagen in unserer Zeit, in unserer Gesellschaft, unseren Familien und Gemeinden umsetzen? Welche Bedeutung und Auswirkung haben die 10 Gebote heute?

Wenn es um die Gebote geht, liest man in der Bibel: „Ich bin der HERR“ – ein kurzer, aber gewaltiger Satz. Doch: was bedeutet er konkret für mein Leben? Das wollen wir anhand von Beispielen aus der Bibel ergründen und auch einen Blick auf die Sache mit den anderen Göttern und das Verbot von Bildern werfen.

Dozentin: Andrea Tausch
Bildungsreferentin im
Sächsischen Jugendverband SJV-EC

Seelsorge

Seelsorge – ein großes Wort, manchmal aber gar nicht so leicht mit Leben zu füllen. Was ist Seelsorge überhaupt? Warum nicht nur die anderen, sondern jeder Mensch Seelsorge braucht, was Seelsorge bedeutet und was sie mit unserer Beziehung zu Gott zu tun hat – darüber wollen wir in diesem Modul nachdenken. Neben einer Einführung ins Thema wird es um biblische Grundlagen und die innere Haltung eines Seelsorgers gehen, wir werden uns mit Gesprächsführung und den eigenen Prägungen beschäftigen, uns dem Umgang mit Leid, Trauer und Verlust sowie einigen Spezialfeldern der Seelsorge widmen – nie nur theoretisch, sondern immer auch mit praktischen Übungen.

Dozent: Andy Marek Gemeinschaftspastor in Auerbach

Exkursion nach…

Lernen heißt auch unterwegs zu sein, Orte aufzusuchen, die uns helfen, die Bibel und andere Menschen zu verstehen. In jedem Kurs unternehmen wir eine kleine Exkursion, die das, was wir hören, bereichert.

In diesem Jahr planen wir gemeinsam die Synagoge in Chemnitz besuchen und uns ein Bild von jüdischem Leben heute machen.

Die Hüttstattmühle

Die Hüttstattmühle bietet den perfekten Rahmen zur KBS – Ruhe, Stille und Abgeschiedenheit. Die Idealbedingungen um sich einfach auf das Hören zu konzentrieren und ohne Ablenkung miteinander über die großen und kleinen Fragen des Glaubens ins Gesprächs zu kommen.

Wem es dann doch zu ruhig wird, im weitläufigen Gelände der Hüttstattmühle finden wir neben einem großem Pool auch einen Spielplatz, einen Volleyballplatz und einen Fussballplatz. Oder wir nutzen die unmittelbar angrenzende Natur für idyllische Spaziergänge.

Informationen zur Anmeldung

Die Kurzbibelschule wird vom Landesverband Landeskirchlicher Gemeinschaften Sachsen e.V. finanziell
unterstützt. Für die Unterkunft im Doppelzimmer und Vollpension fallen pro Teilnehmer folgende Kosten an:

Standardzimmer: 100 € p. P.

Komfortzimmer: 120 € p. P.

Für Einzelzimmer wird ein Zuschlag erhoben.
Tagesgäste entrichten 80 €.

Im Preis inbegriffen sind das Schulungsmaterial, bezogene Betten, Handtücher, Nutzung von Whirlpool und Freizeiteinrichtungen des Hauses, hauseigener Parkplatz sowie die MwSt.

Anmeldung

Hiermit melde ich mich verbindlich für die Kurzbibelschule 2021 an:
KBS 27.09.-01.10.2021
Christliches Freizeitzentrum Hüttstattmühle

Anmeldung

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