Bibelwort
„Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun.“ (Johannes 14, 14)
Warum wir beten können
Ab Kapitel 13 im Johannesevangelium bereitet Jesus seine Jünger auf die Zeit vor, in der er nicht mehr da sein wird. In dem Kapitel, das mit „Jesu Abschiedsreden“ überschrieben ist, gibt er nochmal das an seine Jünger weiter, was für ihr weiteres Leben in Jesu Nachfolge ganz wichtig sein soll. Jesus gibt seinen Jüngern den Auftrag zu beten. Er beschreibt ihnen die Verheißung, die im Gebet liegt.
Jesus wird auch dann, wenn er nicht mehr auf der Erde ist, handeln aufgrund von Gebet. Durch das Gebet wird er spürbar und erlebbar werden, ohne sichtbar da zu sein. Auch nach über 2.000 Jahren gilt die Zusage von Jesus. Heute gilt sie nicht mehr den Jüngern, sondern uns. Den Christen gilt der Auftrag zum Beten und die Einladung und Verheißung, Jesu Gegenwart zu erleben.
Wörtlich genommen klingt der Bibelvers wie eine Wunschformel – wenn man an Jesus glaubt, wird jede Bitte erfüllt. „Im Namen Jesu“ bedeutet aber nicht nur ein formelhaftes Berufen auf Jesus, sondern dass das Gebet im Einklang mit dem Wesen, dem Willen und der Autorität Jesu steht. Wenn daraufhin Jesu Handeln sichtbar wird, dann wird durch das Gebet auch Gott verherrlicht. Wenn wir so beten, können wir Jesu Nähe auch heute erleben und Gott die Ehre geben.

Wofür wir beten können
- für ein Land und eine Welt, die ihr Heil darin sucht, auf Jesus zu
sehen und Gottes Wort als Grundlage für ein gelingendes Leben
erkennt.
- für Gemeinschaften und Gemeinden, die im Vertrauen auf Jesu
Zusagen beten und seinem Wirken Raum geben.
- für einen Alltag, in dem bei jedem persönlich oder auch in
Familien Jesus durch bewusstes Gebet spürbar gegenwärtig ist.
Wie wir beten können
Nach Jesu Zusage ist er im Gebet gegenwärtig und erlebbar. Daher ist es wichtig, dem Gebet auch Zeit und Raum zu geben. So wie es
im Familienalltag ganz schnell passieren kann, dass Zeit und Raum für Gebet auf der Strecke bleiben, kann es auch bei aller Flexibilität von Alleinstehenden sein, dass eine bewusste Ruhephase nicht zustande kommt.
Es kann helfen, sich eine feste Zeit, eine Routine für das bewusste Gebet in der Familie oder auch allein einzuplanen, z.B. bevor die
Kinder ins Bett gehen.
Um das Gebet auch thematisch zu gestalten, können Gebetskarten eine Hilfe sein, damit neben dem, was gerade ganz frisch im Kopf
kreist (Arbeit am nächsten Tag, Gesundheit, Wetter, etc.) auch bewusste Überlegungen zu den Gebetsanliegen angestellt werden, wie
der Blick von Jesus auf diese Themen sein könnte. Themen könnten z. B. sein: Freude/Leid, Familie/Freunde, Stadt/Land, Gemeinde/Mission, Lehrer/Kollegen, Natur/ Nahrung, Politik, Arbeitslose, Flüchtlinge …
Übrigens: Karten mit thematischen Gebetsimpulsen können in der Geschäftsstelle angefordert werden.